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Hauptamtliche/r Anstaltsärztin/Anstaltsarzt mit Facharztausbildung (m / w / d)

Die Justizvollzugsanstalt in Sehnde sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Ärztin oder einen Arzt für den Aufgabenbereich als hauptamtliche/r Anstaltsärztin/Anstaltsarzt mit Facharztausbildung (m / w / d)

Die im Jahre 2004 in Betrieb genommene Justizvollzugsanstalt Sehnde ist eine geschlossene Einrichtung des Landes Niedersachsen und zuständig für männliche erwachsene Strafgefangene sowie für den Vollzug von Untersuchungshaft. Der JVA Sehnde ist auch eine Abteilung des offenen Vollzuges in Burgdorf angeschlossen. Weiterhin verfügt die JVA Sehnde über eine ambulante medizinische Abteilung und eine Station für psychiatrisch erkrankte Inhaftierte. Als Anstaltsärztin / Anstaltsarzt nehmen Sie zusammen mit einem Team aus weiteren (Vertrags-) Ärztinnen/Ärzten und ausgebildeten Pflegefachkräften interessante und vielfältige Aufgaben in der medizinischen Versorgung der Gefangenen wahr und entwickeln die Medizinische Abteilung inhaltlich und konzeptionell weiter.

Aufgaben- und Verantwortungsbereich:

Die ärztliche Versorgung der Gefangenen in den Justizvollzugseinrichtungen soll von hauptberuflichen Ärztinnen und Ärzten wahrgenommen werden. Diese sollen über eine fachärztliche Weiterbildung für Allgemeinmedizin oder für Innere Medizin verfügen. Zudem wäre eine Zusatzweiterbildung in der suchtmedizinischen Grundversorgung wünschenswert. Dem ärztlichen Team gehören auch weitere nebenberufliche oder vertragliche Fachärztinnen oder Fachärzte anderer Fachdisziplinen an, die anstaltsärztlich tätig werden können, wenn sie über die zur Aufgabenerfüllung erforderlichen Kenntnisse verfügen. Die Anstaltsärztinnen und Anstaltsärzte werden bei der gesundheitlichen Betreuung der Gefangenen von ausgebildeten Pflegefachkräften unterstützt, die eine Qualifikation als Gesundheits- und Krankenpfleger/in im Sinne des Gesetzes über die Berufe in der Krankenpflege (Krankenpflegegesetz – KrPflG) erworben haben oder als medizinisches Assistenzpersonal unterwiesen sind.

Zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören nach der Dienstordnung für das Gesundheitswesen in den Justizvollzugseinrichtungen des Landes Niedersachsen (DOG) insbesondere folgende Aufgaben:

• Die gesundheitliche Betreuung der Gefangenen, soweit sie ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich und notwendig ist

• Die Durchführung regelmäßiger Sprechstunden, wobei deren Anzahl so zu bemessen ist, dass die Gefangenen ausreichend gesundheitlich betreut werden können

• Die Untersuchung eines Gefangenen alsbald nach der Aufnahme

• Die Konsumeinschätzung im Rahmen der bundeseinheitlichen Erhebung zur stoffgebundenen Suchtproblematik

• Die Untersuchung der Gefangenen bei der Entlassung, sofern dies im Einzelfall erforderlich erscheint

• Die Feststellung der Arbeitsfähigkeit eines Gefangenen, sofern keine arbeitsmedizinische Feststellung erforderlich ist, wobei in Zweifelsfällen die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt zu beteiligen ist

• Die ärztliche Überwachung der Anstaltsverpflegung • Die Beobachtung und Aufklärung eines Gefangenen, der ernsthaft die Nahrungsaufnahme verweigert

• Die Mitteilung der meldepflichtigen Krankheiten nach den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes

• Die schriftliche Mitteilung über erhebliche Zweifel an der Vollzugstauglichkeit eines Gefangenen an die Anstaltsleitung • Die Einweisung eines Gefangenen in ein Krankenhaus

• Die Überweisung eines Gefangenen an andere medizinische Einrichtungen

• Im Falle des Todes eines Gefangenen ggfs. die unverzügliche Durchführung der Leichenschau und die Ausfertigung der Todesbescheinigung, wobei sich aus der Todesbescheinigung keine Rückschlüsse auf die Inhaftierung des Verstorbenen ergeben dürfen

• Die Verantwortung für die Beschaffung und Aufbewahrung von Arzneimitteln, Heil- und Hilfsmitteln, Verbandsstoffen und sonstigem medizinischen Verbrauchsmaterial

• Die Beschaffung von Arzneimitteln, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen

• Die Beratung der Anstaltsleitung bezüglich der Anschaffung von medizinischen Geräten

• Die Dokumentation der ärztlichen Tätigkeit in den Gesundheitsakten und im elektronischen Datensystem

• Die Implementierung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung

• Die Entscheidung, ob von den Gefangenen Arzneimittel im Einzelfall unter Aufsicht eingenommen werden müssen

• Anleitung und Weiterentwicklung des eingesetzten Pflegepersonals


Wir erwarten von Ihnen:

• Erfolgreicher Abschluss des Studiums der Medizin mit Approbation als Ärztin/Arzt • Facharztausbildung im Bereich der Allgemeinmedizin und/oder Innere Medizin oder eine vergleichbare Weiterbildung

• Ein besonderes Interesse an einer Tätigkeit im Justizvollzug, verbunden mit einem hohen Maß an Identifikation mit den Aufgaben und entsprechender Leistungsbereitschaft

• Eigenverantwortliches und selbstständiges Handeln im Rahmen Ihrer ärztlichen Verantwortung

• Motivations-, Team- und Konfliktfähigkeit

• Belastbarkeit im Umgang mit den Gefangenen bei –teilweise- schwierigem Patientenklientel


Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, können wir Ihnen Folgendes bieten:

• Eine unbefristete Vollzeitstelle in einem tariflichen Beschäftigungsverhältnis

• Die Einstellung nach dem Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken in der Patientenversorgung mit entsprechender Eingruppierung (z.B. Fachärztin/Facharzt in Gruppe Ä2 des TV-Ärzte)

• Die Möglichkeit der späteren Übernahme in ein Beamtenverhältnis zum Land Niedersachsen nach Vorliegen der laufbahnrechtlichen und persönlichen Voraussetzungen

• Einen sicheren Arbeitsplatz mit flexibler familienfreundlicher Arbeitszeitgestaltung

• Regelmäßige Arbeitszeiten in Gleitzeit von montags bis freitags • Keine Anwesenheitspflicht an Wochenenden, Feiertagen oder Nachtdiensten

• Keine ärztliche Rufbereitschaft nach Dienstende • Eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit großer Selbstständigkeit

• Hohe Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitsplatzes im Rahmen der vorgegebenen Rahmenbedingungen

• Fortbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Fachgebieten


Die Landesregierung ist bestrebt, Frauen und Männern eine gleiche Stellung in der öffentlichen Verwaltung zu verschaffen und Unterrepräsentanz von Frauen oder Männern in den einzelnen Vergütungs-, Besoldungs- und Entgeltgruppen auszugleichen. In der vorgesehenen Entgeltgruppe besteht keine Unterrepräsentanz von Frauen oder Männern.

Anerkannte Schwerbehinderte oder diesen gleichgestellten behinderten Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Ein entsprechender Nachweis ist der Bewerbung beizufügen.

Eine Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, ist erwünscht.

Eine Besetzung der Stelle in Teilzeitarbeit ist grundsätzlich möglich.

Dienst- bzw. Arbeitsort ist die Hauptanstalt in Sehnde.

Für weitere Informationen oder Hospitationswünsche stehen Ihnen jederzeit Frau Weichert-Pleuger (Leiterin der JVA Sehnde) oder Herr Fralopp (Fachbereichsleiter Personal und Organisation) unter der Telefonnummer 05138-50-0 zur Verfügung.

Ihre aussagefähige Bewerbung richten Sie bitte an:

Justizvollzugsanstalt Sehnde, Personalabteilung, Schnedebruch 8, 31319 Sehnde oder per E-Mail an

JVSEH-Poststelle@justiz.niedersachsen.de


 

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